Optimierte Abläufe führen zu optimalen Ergebnissen!

Wir digitalisieren… zum Beispiel unsere Logistik

Geschwindigkeit allein überzeugt niemanden. Erst wenn sie mit Qualität einhergeht, wird sie zum echten Fortschritt.

Ein Etikett, das zu spät kommt, nützt niemandem — egal wie präzise es gefertigt ist. Und ein Etikett, das schnell kommt, aber fehlerhaft ist, kostet am Ende mehr Zeit, als es eingespart hat. Genau zwischen diesen beiden Polen, Tempo und Verlässlichkeit, bewegt sich jede Entscheidung, die wir im Operations Fulfillment treffen.

Wir schreiben diese Ausgabe deshalb bewusst aus erster Hand: über uns und von uns selbst, weil wir Digitalisierung nicht als abstraktes Konzept verstehen, sondern als etwas, das wir in unserem eigenen Betrieb jeden Tag mit Hand und Verstand gestalten.

Diese Haltung ist nicht neu. Sie ist dieselbe, mit der frühere Generationen der Familie Bornemann neue Maschinen eingeführt haben, immer mit der Frage im Hinterkopf, ob eine Neuerung dem Kunden tatsächlich dient oder nur dem eigenen Anspruch, modern zu wirken. Digitale Prozesse bestehen bei uns denselben Test.

Wie digitale Prozesse Produktions- und Lieferzeiten verkürzen

Der größte Zeitgewinn entsteht oft nicht an einer einzelnen Maschine, sondern an den Übergängen dazwischen: zwischen Auftragseingang und Druckfreigabe, zwischen Materialbestellung und Produktionsstart, zwischen Fertigstellung und Versand. Digitale Systeme verbinden diese Schritte so, dass Informationen ohne Verzögerung weiterfließen, Rückfragen frühzeitig geklärt werden und Engpässe sichtbar werden, bevor sie zum Problem werden. Das Ergebnis sind kürzere Durchlaufzeiten, die nicht durch Hektik entstehen, sondern durch bessere Abstimmung.

Für Euch als Kunden bedeutet das vor allem eines: Verlässlichkeit in der Planung. Ein Liefertermin, der digital abgesichert ist, ist ein Liefertermin, auf den Sie sich verlassen können — selbst wenn unterwegs unvorhergesehene Anpassungen nötig werden.

Wie KI die Qualitätssicherung verbessert

Qualitätssicherung war in unserer Branche immer schon eine Frage der Erfahrung: erfahrene Augen, die kleinste Abweichungen in Farbe, Druckbild oder Materialstärke erkennen, oft bevor sie messbar werden. Künstliche Intelligenz nimmt diesem Wissen nichts weg — sie macht es skalierbar. Kamerabasierte Systeme, die mit den Mustern jahrzehntelanger Qualitätskontrolle trainiert wurden, erkennen Abweichungen in Echtzeit, über tausende Etiketten hinweg, ohne Ermüdung und ohne Lücke. Das menschliche Auge bleibt unverzichtbar für die Bewertung komplexer Fälle, aber die Routinekontrolle übernehmen zunehmend Systeme, die genau das tun, was erfahrene Mitarbeitende über Jahre gelernt haben, nur konsequenter und in größerem Maßstab.

So entsteht eine Qualitätssicherung, die nicht trotz, sondern wegen der Erfahrung funktioniert, die in sie eingeflossen ist. Die Technologie ersetzt das Wissen nicht, sie macht es zuverlässig anwendbar in einem Tempo und einer Größenordnung, die von Hand nicht mehr zu leisten wären.

Welche Trends die Branding- und Etikettenwelt aktuell verändern

Drei Entwicklungen prägen die Branche derzeit besonders deutlich. Erstens verschiebt sich der Anspruch an Nachhaltigkeit von der Ausnahme zur Erwartung: Materialien, die sich leichter recyceln lassen, und Prozesse, die weniger Ressourcen verbrauchen, werden zum Standard, nicht mehr zur Zusatzleistung. Zweitens wächst der Bedarf an individuellen Lösungen, weil Marken zunehmend zielgruppenspezifisch kommunizieren wollen. Und drittens verschmelzen physische Etiketten zunehmend mit digitalen Funktionen, etwa durch Codes, die Herkunft, Inhaltsstoffe oder Echtheit nachvollziehbar machen.

Keiner dieser Trends lässt sich mit den Mitteln von gestern bewältigen. Aber jeder von ihnen lässt sich mit dem Fundament bewältigen, das wir mitbringen: dem Verständnis dafür, was in dieser Branche tatsächlich funktioniert, kombiniert mit der Offenheit, neue Wege dorthin zu finden.

Unser WPM-System: Digitalisierung, wie wir sie im eigenen Lager leben

Wie sehr uns dieser Anspruch im Alltag leitet, zeigt sich an einem Beispiel, das wir selbst entwickelt haben: unser WPM (Warehouse Picking Manager)-System, konzipiert und gebaut von unserer eigenen IT, für genau die Probleme, die wir in unserem Lager und unserer Fertigung tagtäglich lösen müssen. Im Kern geht es um Wegeoptimierung: Wer Ware aus dem Lager einsortiert oder für die Verpackung zusammenstellt, läuft nicht mehr kreuz und quer von einem Ende der Halle zum anderen, sondern folgt einer Reihenfolge, die das System errechnet, sodass jeder Weg in der schnellsten möglichen Abfolge zurückgelegt wird. Aus einem Hin-und-Her wird eine klare Linie.

Ergänzt wird das WPM-System durch eine Art Live-Tracking der Produktionsware. Für jedes Etikett lässt sich jederzeit nachvollziehen, wo es sich gerade befindet, etwa ob es bereits in der Weiterverarbeitung angekommen ist oder noch in der Produktion steht, und wann es voraussichtlich fertiggestellt sein wird. Was früher Nachfragen und Suchen bedeutete, ist heute auf einen Blick sichtbar.

Unser Kollege in der Logistik Stephan Höhler bringt es so auf den Punkt: Die Arbeit mit dem WBM-System mache den Alltag nachhaltiger, transparenter und einfacher und bringe eine deutliche Zeitersparnis mit sich. Fehler, die früher durch unklare Wege oder fehlende Übersicht entstanden, ließen sich dadurch vermeiden, sodass das System insgesamt eine große Hilfe im Tagesgeschäft sei. Für uns ist das WBM-System damit ein kleines, aber konkretes Beispiel dafür, wie Digitalisierung bei uns nicht in der Theorie beginnt, sondern direkt im eigenen Arbeitsalltag, dort, wo sie für Mitarbeitende und am Ende auch für Sie als Kunden den größten Unterschied macht.

Was Automatisierung, Daten und Transparenz für Sie bedeuten

Automatisierte Abläufe wie unser WPM-System entfalten ihren Wert vor allem dort, wo sie Fehlerquellen aus dem Prozess nehmen und dadurch Kapazitäten freisetzen für das, was tatsächlich Aufmerksamkeit braucht: die Beratung zu Material, Design und Anwendung. Gleichzeitig sparen digitale Lösungen dort, wo manuelle Doppelarbeit entfällt oder Wege und Materialverbrauch durch präzisere Planung sinken, echte Kosten und Ressourcen ein, nicht nur auf dem Papier, sondern messbar in jeder Lieferkette.

Damit wächst auch die Bedeutung von Daten und Transparenz. Wer den Status seiner Bestellung, den Ursprung eines Materials oder den Fortschritt der Produktion jederzeit einsehen kann, trifft bessere Entscheidungen und muss weniger nachfragen. Transparenz ist für uns deshalb keine zusätzliche Serviceleistung, sondern ein Grundprinzip moderner Zusammenarbeit, ganz im Sinne unseres Leitgedankens, dass jede neue Lösung sich daran messen lassen muss, ob sie dem Vertrauen zwischen uns und Euch dient. So bleibt Herkunft, in Form von Werten, die sich über ein Jahrhundert bewährt haben, der Maßstab dafür, wohin uns Digitalisierung führen soll.

Was Sie erwartet

In der nächsten Ausgabe dieser Reihe richten wir den Blick auf die Menschen und Partnerschaften, die hinter all diesen Prozessen stehen, und darauf, wie sich Zusammenarbeit verändert, wenn Technologie zur Selbstverständlichkeit wird. Bis dahin gilt für uns: Jede digitale Lösung, ob im Lager, in der Produktion oder in der Qualitätssicherung, ist nur so gut, wie sie das Vertrauen stärkt, auf dem unsere Zusammenarbeit mit Ihnen beruht.

Wir freuen uns, diesen Weg mit Euch weiterzugehen!